Die Weltgemeinschaft hat sich mit den Sustainable Development Goals (SDGs) 17 Ziele gesetzt. Eines davon begeistert uns bei tip me besonders: bis 2030 absolute Armut zu beenden. Das heißt, dass bis 2030 kein Mensch mehr von weniger als 1,50 US-Dollar am Tag leben muss. Das klingt vielleicht zu schön um wahr zu sein, doch tatsächlich gibt es Grund zur Hoffnung.

Seit dem Jahr 2000 haben wir es geschafft absolute Armut um 30% zu reduzieren. Die wichtigsten Faktoren dafür waren einerseits die „Klassiker“ der Entwicklungspolitik Zugang zu sauberem Trinkwasser, Gesundheitsversorgung und Bildung. Dennoch steigt weltweit die soziale Ungerechtigkeit und damit die Schere zwischen Arm und Reich.

Nichtsdestotrotz hat sich hinter den Kulissen ein neues Werkzeug etabliert, dass Menschen hilft, ganz unabhängig von Zahlungen aus dem globalen Norden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen: Mobiltelefone. Ein Telefon ersetzt in vielen Entwicklungsländern Dinge, die für uns selbstverständlich sind: Zugang zu Informationen, ein Bankkonto, und sogar eine Krankenversicherung. Während reguläre Banken selten für Menschen in extremer Armut offen stehen und eine Reise in die nächste Stadt mit viel Bargeld ein großes Risiko darstellt, können vor allem Frauen über ein Mobiltelefon Kleinstbeträge zurücklegen und sich so langfristig unabhängig machen. Wer finanziell unabhängig ist, erlangt mehr Respekt und Anerkennung. Genauso entwickeln sich Krankenversicherungen über SMS-Bezahlung, die das Menschenrecht auf Gesundheit auf ein Mal für Millionen von Menschen greifbar machen.

Wir von tip me glauben, dass sich in der Entwicklungspolitik einiges ändern muss. Denn Menschen sollten unabhängig sein und ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Wir wollen mit dem globalen Trinkgeld unseren Teil beitragen, damit Produzent*innen weltweit ihre Zukunft selbst gestalten können. Dafür braucht es nicht viel, nur Vertrauen und kleine Beträge, die vor Ort Großes bewirken.
Und wenn wir das erreichen, dann können wir vielleicht in etwa zehn Jahren gemeinsam in einer Welt ohne extreme Armut leben. Seid Ihr dabei?